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  • AutorenbildJoël

Dehnen und Stretching - die Muskeln kommen oft zu kurz

Verkürzte Muskeln sind wie ein Coupe Dänemark ohne "Schoggi" - "eifach nid geil". In diesem Beitrag möchten wir dir aufzeigen, was verkürzte Muskeln sind, weshalb sie vorkommen, wie man dies selber testen kann & was man dagegen tun kann.


Wir alle kennen diese eine Person, die einfach so den Fuss hinter den Kopf ziehen kann, im Spagat schläft und die Hände hinter dem Rücken so verrenken kann, dass es einem beim Zusehen schon schlecht wird. Nicht alle Menschen sind gleich beweglich. Und das ist auch gut so. Schlussendlich wird die Beweglichkeit primär durch zwei Komponenten bestimmt: (1) die beweglichen Teile des Körpers wie Bänder, Sehnen und Muskeln sowie (2) dem menschlichen Skelett mit den Gelenken. Die Muskeln, Bänder und Sehnen können wir zu einem grösseren Grad beeinflussen als die Knochen und Gelenke. Sobald Knochen auf Knochen trifft, ist die Bewegung eingeschränkt. Da lässt sich nicht sehr viel machen. Bei Bändern, Sehnen und Muskeln sieht dies jedoch anders aus.


Die einseitige Belastung unserer Muskulatur kann zu Verkürzungen führen. Verkürzungen sind aber nicht strukturell - der Muskel bleibt also trotz Verkürzung gleich lang. Leuchtet nicht ein, ich weiss. Gemeint ist eine funktionelle Verkürzung. Obwohl der Muskel also in seiner Länge unverändert bleibt, verkürzt sich sein Bewegungsradius. Das ist etwa wie bei einem Gummiband. Zu Beginn ist dieses sehr elastisch. Mit der Zeit wird es immer weniger elastisch und bei zu viel Zug reisst es. Das Gummiband hat die Elastizität verloren.


Verkürzte Muskeln und trockene Gummibänder kommen häufig vor. Die Hauptrolle spielt dabei die Zeit, bzw. die Zeit der Inaktivität. Sowohl Muskeln als auch Gummibänder mögen Bewegung ("es muess eifach gschmeidig si"). Langes Sitzen, Verweilen in derselben Position und allgemein wenig Bewegung können zu funktionellen Verkürzungen der Muskeln führen. Die Konsequenz? Die verkürzten Muskeln stehen unter dauerhafter erhöhter Spannung. Da Muskeln mit Gelenken und Sehnen verbunden sind, beginnen sie auch Spannung auf diese auszuüben. Diese dauerhafte Spannung kann zu Entzündungen und im schlimmsten Fall Rissen in den Sehnen führen. Schlussendlich hängt nämlich alles in unserem Körper zusammen (zum Glück!). Nackenschmerzen, Achillessehnenschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen etc. können ihren Ursprung in funktionell verkürzten Muskeln haben.


Es gibt eine Reihe von Tests, die du machen kannst, um verkürzte Muskeln ausfindig zu machen. Du kannst beispielsweise versuchen stehend den Boden mit gestreckten Beinen zu berühren. Oder versuche dich ohne die Hilfe deiner Arme und Hände auf den Boden in den Schneidersitz zu setzen und mit den gleichen Regeln wieder aufzustehen. Na, hat es funktioniert? Allenfalls hilft auch das Lokalisieren von Schmerzen, um verkürzte Muskeln ausfindig zu machen.


Glücklicherweise ist unser Körper in so vielen Hinsichten ein geniales Meisterwerk. So können wir mit den richtigen Übungen und korrekter Ausführung die strukturellen Verkürzungen loswerden. Selbstverständlich geht dies nicht mit einem kurzen Schnipsen. Vielmehr ist Geduld und ein regelmässiges Ausführen der Übungen gefragt. Es heisst dehnen, dehnen, dehnen. Es kann Monate dauern, bis die ursprüngliche Beweglichkeit wiederhergestellt ist. Aber glaubt mir, es lohnt sich. Es gibt nichts schöneres als im Spagat zu schlafen. Ich helfe dir die verkürzten Muskeln zu identifizieren und ihnen wieder Länge zu geben. Das geht nämlich ganz einfach und lässt sich super in den Alltag integrieren. Melde dich bei mir, ich freue mich.


Saludos,

Joël

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