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  • AutorenbildJoël

Rückenschmerzen - was nun?


Mauro Muffel liebt sein Sofa. Da fühlt er sich echt wohl. Nach der Arbeit verbringt Mauro die nächsten 4 Stunden in seiner Wohlfühloase und schaut seine Lieblingsserie. Hat er sich ja schliesslich verdient nach diesem langen Tag im Büro, wo Mauro wunderschöne PowerPoint-Präsentationen kreiert hat. Doch an diesem einen Abend fühlt sich Mauro nicht so toll. Der Rücken schmerzt mal wieder mehr als sonst. "Kein Wunder" denkt sich Mauro, "schliesslich sitze ich ja den ganzen Tag nur rum". Mauro steht auf, setzt sich für sein Frühstück an den Tisch, setzt sich danach ins Auto und fährt zum Büro, wo er sich auf seinen bequemen Bürostuhl hinsetzt. Die Gelassenheit eines Bürostuhls sollte man haben, schliesslich erträgt dieser jeden Arsch. Spass beiseite. Mit Rückenschmerzen ist nicht zu spassen!

Die Rückenschmerzen bei Mauro werden immer stärker. So stark, dass nicht mal mehr seine Lieblingsserie Spass macht. Zudem hat der Schlaf wegen den Schmerzen keine erholsame Wirkung mehr - ein Teufelskreis. So macht sich Mauro schlau und entschliesst sich, regelmässig Sport zu machen. Schliesslich ist er noch jung und sowieso ist es nie zu spät. Im Fitnesscenter um die Ecke erhält Mauro ein Fitnessprogramm mit Kraftübungen für seinen Rücken. Nach dem ersten Training seit Jahren fühlt sich Mauro wie vom Lastwagen überfahren (so sagt man es zumindest - ich hoffe niemand, der das liest, kennt dieses Gefühl wirklich...). "Ob das wirklich etwas bringt?" denkt sich Mauro.

Zwei Wochen später fühlt sich Mauro viel besser! Die Übungen scheinen zu helfen. Die Schmerzen werden immer geringer und endlich macht das Verweilen auf dem Sofa wieder Freude! "Na hoffentlich, schliesslich schwitze ich mir 3x wöchentlich einen ab in diesem Fitness!". Die Schmerzlinderung ist Motivation genug. So geht Mauro weiterhin fleissig 3x pro Woche ins Fitness und macht seine Rückenübungen und verbringt eine Zeit auf dem Crosstrainer. Nach ein paar Monaten kriegt Mauro erneut Besuch. Schmerzhaften Besuch. Die Rückenschmerzen scheinen sich irgendwie wieder aufzubauen und stören seine Lieblingsserie. "Das kann doch nicht wahr sein! Was soll ich denn noch tun?! Ich mache ja schon fleissig meine Übungen. Wieso bringt das jetzt nichts mehr?". Die Schmerzen werden akuter. So entschliesst sich Mauro medizinische Hilfe aufzusuchen. Eine kurze Abklärung zeigt: da ist alles in Ordnung mit diesem Rücken, die Bandscheiben sind noch da wo sie sollten und Wirbel ist auch keiner verschoben.

Leicht frustriert geht Mauro wieder nach Hause und setzt sich aufs Sofa. "Dann muss ich halt einfach auf die Zähne beissen, dann muss ich halt einfach damit leben." Und genau das macht Mauro während der nächsten paar Jahre. Mal geht es besser, mal etwas weniger gut. Mal zwickt es noch im Nacken, mal irgendwo sonst im Körper. Aber hauptsache es zwickt noch, dann merkt man, dass man noch am leben ist. Wenn da nur nicht dieses Socken anziehen wäre, ach ist das mühsam! Eines morgens, wählt Mauro seine Lieblingssocken aus. Und genau dann passiert es. Mauro hebt einen Fuss vom Boden und bückt sich, um den sowieso viel zu engen Socken über seinen Fuss zu ziehen. Von aussen betrachtet sieht es so aus, als würde er bald hinfallen - die Balance lässt zu wünschen übrig. "Noch ein wenig weiter und dann...". Ein stechender Schmerz lässt Mauro zusammenzucken. Er legt sich auf den Boden und kann sich kaum bewegen. Noch nie in seinem Leben hat er einen solchen Schmerz in seinem Rücken erfahren! "Wahrscheinlich fühlt es sich so an, wenn man von einem Lastwagen überrollt wird", denkt sich Mauro. Ihr seht, den Humor hat er nicht verloren. Allerdings hat eine Bandscheibe im Lendenwirbelbereich ihren Platz verloren, so die Diagnose. Es muss operiert werden. Wahrscheinlich wird Mauro nie mehr komplett schmerzfrei auf seinem Sofa sitzen können. Aber damit ist Mauro nicht alleine. Gerade bei Männern zwischen 30 und 50 Jahren sind Bandscheibenvorfälle keine Seltenheit. Oft muss nicht operiert werden. Unangenehm bleibt die Sache trotzdem.


Mauro war ein fleissiger Fitnessgänger und hat trotzdem mit diesem Problem zu kämpfen. Weshalb? Der Körper ist für Bewegung gemacht. Wenn unsere genialen menschlichen Körper den ganzen Tag nur "rumsitzen" verkümmern sie mit der Zeit. Insbesondere stundenlanges Sitzen ist nicht förderlich. Sitzen wir lange rum, so leidet nicht nur unsere Durchblutung sondern die gesamte vordere Muskelkette (bspw. Hüftbeuger, Brustmuskeln, Bauchmuskeln etc.) verkürzt sich. Diese Verkürzung führt dazu, dass wir uns immer mehr nach vorne unten beugen (oft zu sehen bei älteren Menschen, teilweise mit einem "Buggeli"). Verkürzt sich eine Seite des Körpers so wird die gegenüberliegende Seite unweigerlich auseinandergezogen. In unserem Fall übt dies Druck auf den Rücken aus. Dieser Druck mag vielleicht klein sein. Doch über die Jahre kann er dazu führen, dass die Bandscheiben zwischen dern Wirbelkörpern an Stellen wandern, wo wir sie nicht haben möchten. Und ja, Krafttraining für den Rücken kann helfen. Aber diese eine Stunde pro Tag kann die Effekte des langen rumsitzens nicht wettmachen. Sehr wichtig sind hier Dehnübungen, die den verkürzten Muskeln Länge geben. So können wir den Zug auf die Rückenmuskeln reduzieren und den Körper wieder in seine Balance bringen.


Der Trick dabei ist es, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Da ist eine Rolltreppe? Schön, ich habe ja Beine ich nehme viel lieber die normale Treppe. Kurz einkaufen gehen? Na klar, da gehe ich doch zu Fuss. 4 Stunden Serien schauen? Auch möglich, aber man kann ja mehrmals die Sitzposition wechseln. Oder noch besser, ein paar Dehnübungen reinstreuen. Was man sonst noch so alles tun kann und welche Dehnübungen wir dir empfehlen verraten wir dir sehr gerne. Melde dich doch bei uns :-)


Saludos, Joël


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